Das ADAC Reisemagazin Nr.3 (Februar 1999)
"Bezaubernde Toskana - Grüne Hügel, weiße Villen, roter Wein"
(u.a. mit Beiträgen von Caterina Mesina und Heinz Josef Herbort)
schreibt auf Seite 65 über den
Agriturismo:
«Sie sind neugierig auf Land und Leute? Sie wollen einen wirklich erholsamen Urlaub verleben? Sie schätzen ursprüngliches Essen und naturreine Produkte? Sie haben Lust, den Olivenpflückern zur Hand zu gehen, auszureiten oder einfach nichts zu tun und die Landschaft zu genießen? Die Aziende agrituristiche bieten Ihnen das und vieles mehr.
Die italienische Version der Ferien auf dem Bauernhof boomt seit den Achtzigerjahren und mit mehr als 1200 Agriturismi nimmt die Toskana eine Vorreiterrolle ein. Dabei sind es nicht nur Bauern, die sich mit Gästezimmern und Apartments ein zweites Standbein zur Landwirtschaft schufen. Viele ehemalige Städter haben sich mit Haut und Haar dem ländlichen Leben verschrieben. Als Bedingung gilt für beide Gruppen gleichermaßen: Haupterwerbsquelle muss die Landwirtschaft bleiben und die ursprüngliche Architektur darf nicht verändert werden. Für Urlauber auf der Suche nach Natur, Ruhe und Ursprünglichkeit ist das ein echter Glücksfall.
Die Bandbreite der Angebote reicht von der ehemaligen Scheune bis zum luxuriösen Sommersitz einer Adelsfamilie. Doch anders als in Hotels sollten die Gäste auch Einblick in das toskanische Alltags- und Landleben nehmen wollen. Eine Gastwirtin sagte das so: "Der Deutsche aus Rimini, der nach dem gemeinsamen Abendessen sagt: ,Einen Cappuccino bitte, ich bezahl' ihn auch', ist nicht unsere Zielgruppe." »
Auf Seite 66 ist ein großes Foto des Landgutes San Lorenzo zu sehen mit dem Bildtitel:
"Podere San Lorenzo: mit Liebe und Respekt restauriert"
Es folgt eine kurze Beschreibung des Landgutes San Lorenzo:
«PODERE SAN LORENZO
Direkt bei Volterra liegt der Gutshof San Lorenzo. Der Berliner Ingenieur Volker Piasta hat das einst verfallene Anwesen mit Liebe und Respekt für seine Geschichte und Architektur restauriert. Im ehemaligen Bauernhaus, das rund um die namensgebende Kirche aus dem 13. Jh. entstand, liegen die Ferienwohnungen mit Bad und voll eingerichteter Küche.
Die ehemalige Kirche dient heute als Speisesaal fürs Abendessen. Clou der Azienda ist der von Volker Piasta angelegte biologische Badeteich, dessen Wasser nach Untersuchungen der Universität Pisa sauberer ist, als es die europäischen Normen vorschreiben.
56048 Volterra, Loc.Strada
(S.S. 68, km 40.800),
Tel. 0588 39023,
Fax 0588 39023.
email: info@agritur.org
Auf Seite 78 wird zunächst über den Alabaster Volterras berichtet und dann folgt ein kurzer Bericht über die Betreiber des Landgutes San Lorenzo:
«Heute verdient man in Volterra aber auch ganz neumodisch sein Geld: als Aussteiger. Volker und Ute mögen den Ausdruck freilich nicht: "Wir empfinden uns nicht als solche." Aber der ehemalige Computer-Konstrukteur aus Berlin und die Pädagogin aus München hatten eines Tages von Beruf wie Großstadt die Nase voll. Er verkaufte seine Patente, raffte zusammen, was sich zu Geld machen ließ, verbrachte restliche Urlaubstage damit, sich von Maklern eines jener inzwischen schon legendären "Häuser in der Toskana" zeigen zu lassen.
Dann fand er kurz hinter der Stadtgrenze von Volterra eine merkwürdige Mischung aus Landgut und Einsiedelei: Wohn- und Kellerräume, Dachgarten, Stallungen, eine kleine Kapelle mit romanischen Fresken, das Ganze umgeben von einem Olivenhain und von Weinstöcken. Inzwischen ist daraus ein Beispiel für Agriturismo geworden, für Ferien auf dem Lande: In seiner Podere San Lorenzo gibt es nun viele Zimmer und Apartments, die ein Stadtquartier für ruhesüchtige, aber dennoch unternehmungsfreudige Urlauber sind.»